Bodendenkmalpflegerische Maßnahmen von November 2015 bis Mai 2016

Bodendenkmalpflegerische Maßnahmen von November 2015 bis Mai 2016
Im Zuge der Ortsumgehung Zeyern wurde im Vorgriff mithilfe von Baggerschnitten und Grabungen (Fotos „Grabungen Nr. 1-5“) überprüft, ob in sog. Verdachtsflächen Bodendenkmäler vorhanden sind.
Diese Maßnahme stellt sicher, dass während der Baumaßnahme kein Baustopp entsteht. Es sind im Bereich der siedlungsgünstigen Niederterrasse der Rodach zwei Vermutungsflächen für Bodendenkmäler eingetragen.
In der Regel können in diesen Lagen vor- und frühgeschichtliche Siedlungen und/oder Gräberfelder vorhanden sein. Durch die Flusssedimentationen, die besonders in den letzten Jahrtausenden sehr umfangreich waren, sind diese archäologischen Denkmäler an der Oberfläche nicht erkennbar und können daher nur durch Baggerschnitte (ca. 4 m Breite, mit dem Bagger hergestellte Grabungen) festgestellt werden.
Die Fotos Nr. 6 und 7 sowie die folgenden Erläuterungen zu den Fotos sind ein Auszug aus dem archäologischen Grabungsbericht der Fa. Archbau, die die Grabungen durchführten. Bei Foto „Grabungen Nr. 6“ handelt es sich um einen bronzezeitlichen Netzsenker aus Stein, wie man ihn beispielsweise zum Netzfischen in der Rodach verwendet haben könnte. Foto „Grabungen Nr. 7“ zeigt ein bronzezeitliches Webgewicht aus Keramik, das eine lokale Textilproduktion belegt. Beide Artefakte sind vermutlich um die 3000 Jahre alt und stammen aus der Urnenfelderzeit.
Die Untersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt.
Fotos: „Grabungen Nr. 1-7“