Hauptzollamt Schweinfurt Dienststelle Bamberg

Für das Hauptzollamt Schweinfurt hat das Staatliche Bauamt Bamberg an der Gutenbergstraße 16 in Bamberg eine neue Dienststelle errichtet. Auf insgesamt 839 m2 Hauptnutzfläche sollten die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) mit 54 Mitarbeitern und die Mobile Kontrollgruppe Bamberg (MKG) mit 15 Mitarbeitern untergebracht werden. Während die FKS die Aufgabe hat, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu bekämpfen, greift die MKG in den ruhenden und fließenden Verkehr ein, um den ordnungsgemäßen Transport von Waren zu überprüfen. Hierbei achten die Zöllnerinnen und Zöllner vor allem auf geschmuggelte Zigaretten, Drogen oder Waffen.

In enger Zusammenarbeit mit der Zollverwaltung konnte das Bauvorhaben vom Staatlichen Bauamt in Eigenplanung durchgeführt werden.

Als hervorragender Standort für die Dienststelle erwies sich eine Liegenschaft der Deutschen Telekom, welche 1989/90 als Werkstatt- und Verwaltungs- gebäude erbaut wurde, zumal sie große Außenflächen für das Abstellen von Fahrzeugen aufwies und mit der Nähe zur Autobahn ein schnelles Eingreifen bei Schwarzarbeitfahndungen erlaubt.

Da die benötigten Flächen in dem umzubauenden Gebäude allein nicht untergebracht werden konnten, wurde zunächst untersucht, ob diese kostengünstiger durch eine Aufstockung oder einen seitlichen Anbau erreicht werden können. Letzteres war der Fall. Am 02.11.2004 erhielt hierfür das damalige Staatliche Hochbauamt Bamberg von der damaligen Landesbauabteilung der Oberfinanzdirektion Nürnberg den Planungsauftrag. Angesichts einer festgelegten Kostenobergrenze von 985.000 Euro mussten die vorgegebenen Raumgrößen und Funktionsbeziehungen untergebracht werden ohne in die vorhandene Raumaufteilung (Wände, Türen) wesentlich einzugreifen. Hierzu tagte mehrmals eine sehr effektive Planungsgruppe mit den Verantwortlichen des Zolls und des Bauamts, bei der alle wesentlichen Festlegungen gemeinsam getroffen wurden.

Der Entwurfsansatz für den Anbau sah vor, das Vorhandene weiterzuführen (Kubatur, Pultdach, Lochfassade) aber mit neuen Materialien und Farben zugleich abzusetzen. Da auch die Umbaumaßnahmen im Bestand dieser Idee folgten, entstand eine Einheit aus Neuem und Alten, die kompletten Neubauten nicht an Qualität nachsteht.

Nach der Vorlage der Bauunterlage am 05.04.2005 hemmten zunächst vermutete Altlasten im Boden den Kauf des Grundstücks bis in den Juli. Dank paralleler Vorbereitung der Ausschreibung konnte dennoch bereits Ende September mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Nur ein knappes Jahr später wurde das "neue" Zollgebäude am 01.09.2006 dem Nutzer kosten- und termingerecht übergeben.